Amateur-Turnier

Amateur-Turnier: Punkte und Platzierungen

Tanztage Hessen 21.02.2016
Kein Tango: Wechsel von Rechtschassee zum Linkschassee im Langsamen Walzer  Foto: blitznicht.de

Für uns als Tanzschulpaar war es immer ein Traum, einmal zu den Sporttänzern zu gehören. Und in all den Jahren der Tanzschul-Tänzerei haben wir jede Gelegenheit genutzt, ein Stückchen weiter an den Schlüssel zu dieser geheimen Welt heran zu kommen. Workshops bei Sarah Latton und Stefan Erdmann, Heiko Kleibrink, Luca Baricchi, Motsy Mabuse und Evgenij Voznyuk. Wir haben uns Turniere angeschaut, Lateinmeisterschaften, Tanzturniere aller Art. Und geträumt.

Nicht denken, machen.

Genutzt hat es schon, aber es ist einfacher, als man denkt. Ihr müsst es einfach tun.
Ich bin die letzten 17 Jahre meines Arbeitslebens jeden morgen brav 60 km zur Arbeit hin und abends wieder 60 km zurückgefahren.
Warum nicht einmal in der Woche 50, 60 oder 100 km für ein Hobby fahren? Es gibt Tanzsportvereine bestimmt auch in euerer näheren Umgebung. Ich will mich nicht wiederholen. Hinfahren anschauen anmelden und mitmachen.

Tänzer sind arrogant

Nein sind sie nicht. Die Minik auf der Fläche gehört zum Tanzen dazu. Es gehört mit zur Flächenpräsenz (Floorcraft) und das muss man als Mann verdammt lange üben.  Tänzer sind vom Hobby her gesellige Menschen, denn alleine funktioniert das nicht. Auch ein Turnier alleine zu tanzen, macht nicht wirklich Sinn. Man braucht immer die anderen, Gleichgesinnten.  Ob Teilnehmer oder Zuschauer: Wir kommen sofort mit den anderen Turnierinteressierten ins Gesprächt. Hobby, Familie, Kinder, Beruf.
Alles wird ausgetauscht.
Wir gehörten in Aachen schon zu den Senioren in unserem Verein und ebenso jetzt in Mönchengladbach, aber wir wurden in alle Aktivitäten der Turniergruppe eingebunden. Mönchengladbach ist dabei ein spezieller Verein. Hier gehört man zur Familie. Und wenn wir Fragen hatten; selbstverständlich halfen uns dann die anderen. Auch wenn sie unsere Kinder und Enkel sein könnten.

Lernen wollen ist positiv

“Wenn wir tanzen könnten, wären wir nicht hier”.  Das ist genau die richtige Einstellung.

Punkte sammeln wird zum Normalität.

Haben wir in guten Tanzschulzeiten drei Turniere im Jahr getanzt, sind es jetzt manchmal 4.  Aber die an einem Wochende.  100 Punkte müssen gesammelt werden, wenn man von D nach C aufsteigen will. Und 150 sind es schon, um von C nach B zu kommen. Dazu noch die Platzierungen.  20 oder dreißig Turniere sind dafür durchaus schon mal erforderlich. Wenn man sich da jedesmal einen Kopf machen wollte, als ob ein Turnier die Weihnachtsfeier sei, dann würde man das nicht hinbekommen.

Anmelden, Tasche packen, hinfahren, tanzen und wieder zurück. So läuft ein Turniertag ab. Wenn es in der Nähe ist, dann ist man nach vier Stunden wieder zu Hause. Im Sommer wird das zum Event, wenn das Cabriodach aufgemacht werden kann und die Anspannung der Fläche in Frischluft abgebaut wird.